Volle Anrechnung der Karenzzeit verringert Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen

Zufrieden mit der im Juli im Nationalrat beschlossenen wichtigen familienpolitischen Maßnahme, Karenzzeiten in Zukunft für alle Arbeitszeit abhängigen Ansprüche voll anzurechnen, zeigt sich der OÖVP-Arbeitnehmerbund ÖAAB im Bezirk Wels-Land.

„Niemand soll einen Nachteil haben, wenn er das Recht auf Karenz in Anspruch nimmt und sich für Familie und Kinder entscheidet“, so ÖAAB- Bezirksobmann Franz Haider. „Durch diese Maßnahme soll die Einkommensschere zwischen Mann und Frau weiter geschlossen werden. Die Elternkarenzzeiten waren einer der Hauptgründe für den für Frauen negativen Einkommensunterschied.“

„In manchen Kollektivverträgen wurden die Karenzzeiten dank der Sozialpartner schon bisher besser angerechnet. Auf Initiative von ÖVP-Klubobmann August Wöginger konnte im Nationalrat einstimmig ein Gesetz verabschiedet werden, durch das die Karenzzeiten-Anrechnung jetzt alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer erfasst“, ergänzt Nationalratskandidatin Gabriele Maria Aicher.

Seit 1. August 2019 werden Karenzzeiten wie Arbeitszeiten bewertet und dadurch für alle Ansprüche, die sich nach der Dauer der Beschäftigung richten, berücksichtigt. Dies gilt sowohl für die Bemessung von Urlaub, Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall, Kündigungsfristen, als auch für Gehaltsvorrückungen und „Abfertigung alt“. Das bedeutet, dass anstatt der bisher maximal 10 Monate der ersten Karenz nun die gesamte Karenzzeit (auch bei Männern) angerechnet wird. Die volle Anrechnung erfolgt jedoch nicht rückwirkend, sondern gilt nur für künftige Karenzzeiten seit 1. August 2019.

JST_1514.JPG
ÖAAB-Bundesobmann Klubobmann August Wöginger (Mitte) ist gemeinsam mit den beiden Nationalratskandidaten Gabriele Maria Aicher (re.) und Klaus Lindinger (li.) stolz auf die volle Anrechnung der Karenzzeiten seit 1. August 2019.