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„Internationales Jahr der Bäuerin“: Landwirtschaft unterstützen

Bäuerinnen und Bauernbund gestalten aktiv das Gemeindeleben.


Im Rahmen eines Bezirkstages besuchte Klubobfrau Bgm.in Margit Angerlehner gemeinsam mit Bezirksparteiobmann Abg.z.NR Bgm. Klaus Lindinger und LAbg. Michael Weber den Hof von Nicole und Manfred Hörtenhuemer. Im Vollerwerb führen sie einen Ackerbau- und Mastsauen-Betrieb. Zusätzlich zur konventionellen Bewirtschaftung haben sie die Imkerei und auch das Destillieren vor einigen Jahren für sich entdeckt. Ihre Schnäpse sind auf der „Ab Hof Wieselburg“ bereits prämiert worden.

„Mir ist es wichtig, die Vielfalt in unserem schönen Oberösterreich noch besser kennen zu lernen und die Themen unserer Landsleute mit in den OÖ. Landtag zu nehmen!“, sagt Klubobfrau Bgm.in Margit Angerlehner. 
„Die Landwirtschaft sorgt nicht nur für unser Essen. Die Bäuerinnen und Bauern sind vielfach im Ortsleben engagiert – ob bei der Freiwilligen Feuerwehr, der Pfarre oder eben den Ortsbäuerinnen und Bauernbund!“, ergänzt Bezirksparteiobmann Abg.z.NR Bgm. Klaus Lindinger, auch Ehrenamtssprecher im Parlamentsklub.

Im Februar 2026 haben Nicole Hörtenhuemer und Kerstin Roiß im Duo die Aufgaben der Ortsbäuerin in der Marktgemeinde Steinerkirchen an der Traun übernommen. Beim Besuch sprachen sie auch konkrete Themen wie den dringend notwendigen Bürokratieabbau, die Wertschätzung für die bäuerliche Arbeit und die Lebensmittelsicherheit an.

Aktive Ortsbauernschaft Steinerkirchen
Damit die Menschen auch tatsächlich erleben, wie Landwirtschaft arbeitet, setzen die Bäuerinnen zahlreiche Aktivitäten. Mit Veranstaltungen wie Mostkost, Hofroas (Anmerkung: Save the Date am 6.9.2026) oder Martinimarkt bereichern sie gemeinsam mit der Ortsbauernschaft und dem Bauernbund die Gemeinschaft aller. Zusätzlich machen die Bäuerinnen einen Apfeltag in der Schule oder zeigen im Rahmen von Ferienaktionen den Wert der Lebensmittel spielerisch für Kinder auf. 

Regionalität, Lebensmittelbewusstsein, Inklusion und Miteinander stehen im Zentrum der Arbeit. Kerstin Roiß bringt als Jägerin und „Zugezogene“ einen besonderen Blick in und auf die bäuerlichen Familienbetriebe mit. Nicole und Manfred Hörtenhuemer haben ihren drei Kindern die Landwirtschaft auch immer positiv vorgelebt. So wird der Jüngste den Betrieb einmal weiterführen.

Es braucht einfache Verfahren bei Industrie-Emissionsrichtlinie für bäuerliche Familienbetriebe
Ein zentrales Anliegen hatte auch der bäuerliche Abgeordnete Klaus Lindinger mit dabei. „Ich bin sehr froh, dass wir mit unserer Agrarreferentin Landesrätin Michaela Langer-Weninger und dem OÖVP-Landtagsklub verlässliche Partner an unserer Seite punkto ‚Industrie-Emissionsrichtlinie‘ haben. Doch ich möchte mit Nachdruck darauf hinweisen: Der im Jänner verabschiedeten Resolution des OÖ. Landtages muss auch eine anwendbare Praxis mit Hausverstand folgen. Für bestehende Betriebe, die investieren wollen, brauchen wir möglichst einfache Verfahren im Umwelt- und Wasserrecht!“, macht Bezirksparteiobmann Klaus Lindinger deutlich. „Stallungen eines bäuerlichen Familienbetriebes können niemals mit einem Genehmigungsverfahren wie für einen Industriebetrieb gleichgesetzt werden!“, betont Lindinger.


Wissen zur Industrie-Emissionsrichtlinie:
Hintergrund ist die auf EU-Ebene im Jahr 2024 beschlossene Novellierung der EU-Industrie-Emissionsrichtlinie, mit der die Schwellenwerte für landwirtschaftliche Betriebe abgesenkt werden 

Die verpflichtende Umsetzung hat ab 1. Juni 2026 zu erfolgen. Ab bestimmten Schwellenwerten müssen Nutztierhaltungsbetriebe damit künftig auch bei bestehenden Stallungen stets den aktuellen Stand der Technik erfüllen. Diese Änderung würde in Oberösterreich vorerst einige 100 Nutztierhalter in der Schweine- und Geflügelproduktion betreffen. Bäuerliche Familienbetriebe würden in ein industrieähnliches Genehmigungsregime gedrängt - das hat mit Realität in der Landwirtschaft nichts zu tun. 

Die Vollversammlung der Landwirtschaftskammer Oberösterreich beschloss eine Resolution, die sich klar gegen die Anwendung der Industrieemissionsrichtlinie auf landwirtschaftliche Betriebe ausspricht. Im Jänner 2026 verabschiedete der OÖ. Landtag eine ebensolche Resolution an die Bundesregierung.

Warum eine Anhebung der Schwellenwerte der Industrieemissionsrichtlinie wichtig ist:

  • Wirtschaftlicher Schutz: Unsere Familienbetriebe investieren bereits stark in moderne Tierhaltung. Ein plötzliches Erreichen der neuen Schwellenwerte würde Investitionen in Millionenhöhe erfordern – häufig ohne wirtschaftliche Tragfähigkeit.
  • Verwaltungsentlastung: Die derzeitigen IPPC‑Verfahren sind kostenintensiv und bürokratisch. Durch die höhere Schwelle wird der Verwaltungsaufwand erheblich reduziert.
  • Wettbewerbsfähigkeit: Oberösterreich ist und bleibt das Tierhaltungs‑Bundesland Nummer 1 und sichert damit Arbeitsplätze, regionale Wertschöpfung und die Versorgung der Bevölkerung mit hochwertigen Produkten.
Margit Angerlehner
Großes Interesse seitens der Spitzenvertreter aus Steinerkirchen rief der Besuch von KO Margit Angerlehner auf dem Bauernhof von Nicole und Manfred Hörtenhuemer hervor. Am Bild: Bgm. Thomas Steinerberger (v.li.), LAbg.Michael Weber, Gemeindevorstand Monika Rathmair, BB-Ortsobmann Martin Zehetner, KO Angerlehner, Manfred und Nicole Hörtenhuemer, Bezirksparteiobmann Abg.z.NR Klaus Lindinger und Kerstin Roiß.
Margit Angerlehner
Während Manfred die „Klaren“ destilliert, zaubert Nicole die „süßen“ Schnäpse aus Brombeer, Weichsel und Nuss.
Klaus Lindinger
Bezirksparteiobmann Abg.z.NR Bgm. Klaus Lindinger (li.) nutzt den Bezirkstag mit Klubobfrau Margit Angerlehner auch dazu, die Ausgestaltung der Industrie-Emissionsrichtlinie auch praxisnah umzusetzen.