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Klaus Lindinger: Schutz für Jugendliche in den sozialen Medien

Bezirksparteiobmann Abg.z.NR Bgm. Klaus Lindinger, Jugendsprecher im Volkspartei-Parlamentsklub, plädiert eindringlich für den Schutz Jugendlicher im Internet – speziell in den sogenannten „sozialen Medien“.


Das Internet bietet viele Möglichkeiten und Erleichterungen. Gleichzeitig birgt es aber auch Gefahren, gerade für Jugendliche vor allem in den ‚sozialen Medien‘!“, verweist Klaus Lindinger auf eindeutige Ergebnisse der Wissenschaft.

Am 26.11. hat das Europaparlament die Initiative für ein Mindestalter von SocialMedia beschlossen. Nun ist die EU-Kommission gefordert, nicht nur ein passendes Gesetz für ein Verbot, sondern auch einen Vorschlag für einen seriösen Altersnachweis vorzulegen.

„Für mich als Jugendsprecher und auch Vater hat der Schutz unserer Kinder vor suchtgefährdenden Algorithmen dringende Priorität! In Österreich erlauben wir hochprozentigen Alkohol und Nikotin ab 18 Jahre. Als Eltern ziehen wir unseren Kindern Schwimmhilfen an, bevor sie sich allein im Wasser halten können oder schützen sie mit einem Helm, wenn sie mit dem Fahrrad oder Roller unterwegs sind“, zieht der Abgeordnete Vergleiche, bei denen ein breiter gesellschaftlicher Konsens besteht.

Mindestalter und seriöser Altersnachweis mit Datenschutz soll noch heuer kommen

„Ein einheitliches Vorgehen innerhalb der EU ist wichtig. Aber das Thema drängt zu sehr. Daher begrüße ich die Aussage unseres Staatssekretärs für Digitalisierung Alexander Pröll, nun in Österreich rasch tätig zu werden. Entscheidend ist ohnehin immer, dass Kinder und Eltern das nötige Rüstzeug haben, damit sie sich sicher im Internet bewegen können“, so Lindinger. 

Ein Mindestalter für Social Media ist ein wichtiger Schritt, um den passenden Umgang und die adäquate Nutzung dieser Kommunikationsformen lernen zu können. 

ID Austria als Altersnachweis

Mehrere mögliche Mindestalter werden aktuell debattiert. Konkret hat das EU-Parlament in seiner Initiative beschlossen: Social-Media- sowie Video-Plattformen wie YouTube und sogenannte "KI-Begleiter" - also Apps, die im Alltag Fragen beantworten, aber auch Freundschaft und Nähe simulieren, sollen für alle unter 13 Jahren verboten werden. Jugendliche im Alter zwischen 13 und 16 Jahren sollen die Netzwerke nur mit Zustimmung der Eltern nutzen können. Diese parlamentarische Initiative fordert die EU-Kommission auf, daraus einen Gesetzesvorschlag für Europa zu entwickeln.

Ein zentraler Aspekt von Altersbeschränkungen ist die Frage der Verifizierung von Nachweisen. „Die Volkspartei ist für eine Lösung, wo ein zuverlässiger Anbieter die Daten erhält und diese gegenüber der Social Media-Plattform bestätigt, ohne sie aber irgendjemandem weiterzuleiten. Vorstellbar wäre zum Beispiel die gut funktionierende und schon etablierte ID Austria“, ergänzt Lindinger. Der Datenschutz muss jedenfalls gewahrt werden.

Bis zu sieben Stunden täglich online

„Ärzte, Pädagogen und Psychologen stellen fest, dass bei Kindern und Jugendlichen Folgen wie Depressionen, verzerrtes Körperbild, Einsamkeit, verminderte Konzentrationsfähigkeit und Schlafprobleme stark zunehmen! Dem wollen und können wir nicht tatenlos zusehen!“, macht Jugendsprecher Lindinger deutlich. 

Laut Studien verbringen Jugendliche durchschnittlich bis zu sieben Stunden täglich online. Durch die allgemein bekannten und bereits gut erforschten Mechanismen in Social Media seien Kinder besonders gefährdet. 

Für die jüngere Generation wurde das Fach „Digitale Grundbildung“ eingeführt, um digitale Kompetenzen zu stärken. Gleichzeitig ist es wichtig, die Sensibilisierung der Eltern zu erhöhen, damit sie verstehen, dass Handys und soziale Medien keine adäquaten „Zeitvertreiber“ für Jugendliche unter 14 Jahren sind. Die Gehirnforschung belegt, dass bis zu diesem Alter noch vieles umstrukturiert und erst entwickelt wird.

„Die ‚Hilfeschreie‘ von Pädagog:innen, Wissenschaftler:innen und Eltern sind evident. Daher erscheint es mir grotesk, wenn FPÖ-Mediensprecher Chistian Hafenecker in dem von der Bundesregierung geplanten SocialMedia-Verbot für unter14-Jährige eine Beschränkung der Meinungsfreiheit und Zensur sieht!“, wundert sich Bezirksparteiobmann Lindinger über die Aussage der FPÖ.

Jugendsprecher Parlamentsklub
„Im Gespräch mit den Jugendlichen merke ich, wie sie die Omnipräsenz der sozialen Medien sorgt. Auch wenn aktuelle Zahlen einen leichten Rückgang bei der Nutzung aller Plattformen zeigen: die noch immer hohe tägliche Verweildauer sowie die auf Sucht ‚programmierten‘ Algorithmen gefährden die gesunde Entwicklung unserer Kinder!“, betont Klaus Lindinger.
Soziale Medien
Ein notwendiger Schritt zum Schutz! So bezeichnet Jugendsprecher Abg.z.NR Bgm. Klaus Lindinger das von der Bundesregierung geplante SocialMedia-Verbot für Unter-14-Jährige.
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